Ein brennendes Geheimnis und die Folgen

Was für eine nette Familie: Die Eltern lieben sich innig, der Vater singt und spielt, die Schwester ist die schönste Prinzessin der Badewanne.

Nur der kleine Bruder ist etwas komisch, er wurde angeblich in der Waschmaschine geboren. Aber das kann das Idyll nicht trüben, und so könnten alle fröhlich sein und bleiben - gäbe es nicht dieses kleine Geheimnis, das einer schwer mit sich herumträgt, bis nach Jahren alles Glück restlos zerbrochen ist.

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Ein Moment der Unachtsamkeit und die Folgen - das ist der Ausgangspunkt unseres Films, in dem es dreimal brennt: am Anfang, in der Mitte, am Schluss.

Und so wie das Feuer wütet, so lodert auch das Geheimnis mit zerstörerischer Kraft, bis nur noch ein Gedanke übrig bleibt. Doch nicht alles, was von fern glänzt, ist wirklich Gold und so wird dieser Rachefeldzug anders enden als geplant, ein letzter Schritt ins Freie.

Wohl selten ist es jemandem geglückt, eine komplette Lebensgeschichte in derart wilden chronologischen Sprüngen zu erzählen. Vor- und Rückblenden, Ellipsen, Momentaufnahmen - der Regisseur und Drehbuchautor mutete dem Zuschauer einiges zu, aber er tat das so souverän, als filme er schon ewig und nicht zum ersten Mal.

Übrigens hatte er zuvor als Artist im Zirkus gearbeitet, was ihm vermutlich den sehr spielerischen Umgang mit dem Medium ermöglicht hat.

Fantasie, Humor und ein Faible für Überraschungen prägten denn auch seinen zweiten Film. Darin wurde der Darsteller des kleinen Bruders - der aus der Waschmaschine - zu einem Helden, wie ihn das Kino noch nicht sah: mit einem ganz eigenen Blick auf die ganz normalen Absurditäten der Welt. Ein Blick, der einem andern das verriegelte Herz endlich wieder aufschließt.

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