Schwacher Euro gleich starker Export - diese Gleichung führen Ökonomen an, denen der niedrige Wechselkurs der Gemeinschaftswährung keine Sorgen macht. Sinkt der Außenwert des Euro, so ihr Argument, sei das gut für die hiesige Wirtschaft, weil dann etwa Amerikaner und Briten mehr deutsche Waren kauften. Die Zahlen geben ihnen Recht. Im Februar 2000, als der Wert des Euro erstmals unter einen Dollar fiel, stiegen die Exporte in die USA im Vergleich zum Vorjahresmonat um 40,2 Prozent, nach Japan um 43,7 und nach Großbritannien um 25,7 Prozent. Die Ausfuhren in Länder der Eurozone, bei denen Wechselkursschwankungen keine Rolle spielen, erhöhten sich dagegen weniger stark - um 17 Prozent. Dass auch sie zunahmen, liegt vor allem am konjunkturellen Aufschwung in Europa.