Die deutschen Schriftsteller haben einen neuen nichtdeutschen PEN-Präsidenten: SAID wurde vor wenigen Tagen zum Nachfolger von Christoph Hein gewählt. SAID, 1947 in Teheran geboren, lebt, weil er ein Gegner zuerst des Schahs und dann Khomeinis war, seit 1965 in München. Ein Exilant also wie viele andere. Ungewöhnlich an ihm ist, dass er auf Deutsch schreibt, wunderbare Gedichte (siehe Seite 62) und Essays. Ist er also der erste Ausländer an der Spitze des deutschen PEN? Aber doch nur, wenn wir absurderweise noch immer dächten, Deutscher sei ausschließlich, wer als Deutscher geboren. Nein, SAID ist ein deutscher Dichter, aber einer, der die Welt, in der wir leben, auf besondere Weise kennt und verkörpert. Gut, dass der PEN ihn hat.