Mindestens drei russische Atom-U-Boote sind gesunken, seit die Sowjetunion vor etwa 40 Jahren damit begann, ihre nuklearbetriebene Unterwasserflotte aufzubauen. Im Zeitraum zwischen 1956 und 1991 gab es nach Angaben von Greenpeace mindestens 121 Vorfälle, an denen sowjetische Atom-U-Boote beteiligt waren, aber auch nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion kam es immer wieder zu Unfällen.

Juli 1961: An Bord des ersten sowjetischen Atom-U-Boots K-19 bricht ein Kühlwasserrohr am Reaktor. Die Besatzung kann den Schaden in letzter Minute notdürftig reparieren. Der Kapitän und sieben Besatzungsmitglieder sterben an den Strahlenschäden.

1968: Ein Atom-U-Boot sinkt nach Angaben des US-Geheimdienstes in der Barentssee. Das genaue Datum ist nicht bekannt. Die 90 Männer an Bord brauchen noch die für 30 Tage ausreichenden Lebensmittelreserven auf, bevor sie einen grausamen Tod sterben.

April 1970: Auf der sowjetischen K-8 brechen gleichzeitig zwei Feuer aus, das Atom-U-Boot sinkt vor der spanischen Küste mit zwei Atomtorpedos an Bord. 52 Menschen sterben.

Juli 1983: Nach amerikanischen Angaben sinkt vor Kamtschatka ein russisches Atom-U-Boot mit 90 Männern an Bord.

Oktober 1986: Nach einer Explosion in einer Abschussröhre sinkt das Atom-U-Boot K-219 etwa 1000 Kilometer nördlich von Bermuda. Vier Menschen sterben, an Bord sind Atomraketen und -torpedos. Ein russischer Wissenschaftler behauptet nach dem Unglück, hochgiftiges Plutonium sei in den Atlantik gelangt.

April 1989: Ein Feuer in der Kombüse der Komsomolets breitet sich im Schiff aus, es sinkt mit 42 Mann vor der Küste Norwegens. Bei Expeditionen zum Wrack in 1685 Meter Tiefe werden freiliegende Plutoniumsprengköpfe entdeckt. Eine russische Spezialfirma hat die Torpedos inzwischen versiegelt, 20 Jahre lang soll kein Plutonium entweichen können.