Nicht schlecht, Herr StorchSeite 3/3

Er kennt weder Text noch Drehbuch, ich sage ihm kurz vorher das Nötigste und lass es ihn machen, wie er will. Hin und wieder greife ich ein. Was muss man tun, um als Laie im Film gut auszusehen? Ich folge Wenzels Anweisungen und vertraue seiner Erfahrung. Das ist sein Lebensinhalt, sagt Höhne.

Wenzel Storchs Wahl des Hauptdarstellers ist Teil seiner alchimistischen Kunst, den Mangel ins Unvorhersehbare und Dilettantismus in große Momente zu verwandeln. Das ist keine Frage des Budgets, denn nur durch Improvisation gelangt man zu neuen Erkenntnissen: Selbst wenn mir alle Heiner Lauterbachs zur Verfügung stünden - ich würde Jürgen Höhne nehmen.

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Höhne hat keine Vorbilder, aber Idole: John Wayne und die alte Westerngarde.

Aber in dem Genre sehe ich keinen Nachwuchs. Und in Deutschland sieht's ja ganz schlimm aus. Nach Kinski: kein Silberstreif! Erst mal freut Höhne sich jetzt auf die Filmpremiere Anfang 2001. Bis dahin will er mit seiner Frau wandern, wandern, wandern.

* Halle K 31 wurde nach Ende der Dreharbeiten von Coconut Dream dem Nachmieter übergeben. Vorher mussten die Kulissen entsorgt werden, denn es gab kein Asyl für sie. Viele Requisiten wurden verschenkt: Die Jungs vom Opel-Club aus Hoheneggelsen freuten sich über blauen Samt, mit dem sie ihre Armaturenbretter bespannen wollen.

 
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