Fähige Kraftfahrzeugmechaniker, denen es nicht mehr genügt, einen Keilriemen zu montieren, können Karriere bei jedem größeren Autohersteller machen. Ob bei Audi, Opel, VW oder BMW, die Möglichkeiten, sich weiterzuqualifizieren, in Führungsetagen aufzusteigen oder überhaupt einen neuen Job zu finden, sind vielfältig.

Roland Keifel hat eine Seite ins Netz gestellt, auf der alle namhaften Autohersteller in In- und Ausland verlinkt sind. Wer sich von dort zu Audi klickt, stößt auf 100 Stellenangebote. Ingenieure aus den Bereichen Konstruktion und Entwicklung, aber auch IT-Spezialisten sind gefragt. Grundsätzliche Anforderungen an Bewerber sind in der Präambel formuliert. Dort ist zu erfahren, dass der ideale Audi-Einsteiger Internationalität und Interdisziplinarität mitbringen sollte. Methoden- und Sozialkompetenz, Sprachkenntnisse sowie ausgeprägte Kundenorientierung sind weitere Items auf der Liste für Bewerber.

Bei BMW stehen mehr als 300 Stellen zur Verfügung. Die meisten Stellen sind im Bereich Forschung/Entwicklung/Design zu vergeben. Gute Chancen haben zudem Profis aus den Bereichen Produktion, Informationstechnologien sowie Vertrieb/Marketing. Aber auch Juristen können sich bei BMW vorstellen, um in den Abteilungen Recht/Revision und Patente zu arbeiten. Offenbar ist BMW daran interessiert, sich eigene Fachkräfte zu formen: Das Ausbildungsprogramm für angehende Studenten und Hochschulabsolventen ist sehr differenziert. Wer für lange Zeit bei BMW arbeiten will, der kann sich dort um ein Förderprogramm bemühen. Der Konzern stellt die finanziellen Mittel für ein Studium zur Verfügung, bietet Praktikumsplätze während der Semesterferien, ermöglicht die Diplomarbeit, und mit einem ausgefeilten Traineeprogramm bekommen die Zöglinge den letzten Schliff für die Führungsetage. Dabei werden Interessen, Fähigkeiten und Ausbildung der Kandidaten berücksichtigt.

Opel setzt darauf, genau die Bewerber per Netz zu finden, die gebraucht werden. Die Stellenangebote liegen auf der Seite von Jobadverts. Alle, die Maschinenbau oder ein Ingenieurstudium absolviert haben, könnten hier ihren Traumjob finden. Nachgefragt sind Versuchs- und Konstruktionsingenieure. Damit es keine Missverständnisse gibt, klickt man sich auf die detaillierte Stellenbeschreibung. Das konkrete Anforderungsprofil, eine Tätigkeitsbeschreibung und die Angebote des Unternehmens sind dort genau beschrieben.

Naturwissenschaften, Maschinenbau und Wirtschaft sind auch bei VW die grundlegenden Fakultas. Aber auch ein Psychologe ist gefragt. Besonders interessant für den Konzern sind Leute mit einem Wirtschaftingenieurstudium, die sich erst mal als technischer Sachbearbeiter einarbeiten dürfen. Auffällig an den VW-Angeboten ist, dass sie etwa zwanzig Stellen für IT-Spezialisten enthalten.

Auch die Zulieferbetriebe der Automobilbranche bieten angehenden Ingenieure gute Startchancen. Die Firma Brose ist Hersteller mit langer Serienerfahrung und baut Fensterhebersysteme, Türsysteme und Verstellsysteme für Fahrzeugsitze. Gesucht werden Ingenieure und Konstrukteure, SAP-Spezialisten und Einkäufer.

Einer der größten Zulieferer ist die Robert Bosch GmbH. Wer die Stellenseite von Bosch aufschlägt, kann unter 442 Stellen wählen. Allerdings werden fast ausschließlich Ingenieure gesucht.