Die Zwölf Apostel, zwölf Gipfel im Tafelbergmassiv, der exklusive Badeort Clifton mit seinen schneeweißen Stränden und dem türkisgrünen Meer, die Schaumkronen der Wellen, die man hier "weiße Pferde" nennt - all das lässt unsere Herzen höher schlagen. Sehr beeindruckend auch das 300 Jahre alte Weingut Groot Constantia. Und die wechselvolle Natur auf dem alten Kapweg: weite, öde Savanne, dann wieder gelb und lila blühende Proteenbüsche.

Schließlich das berühmte Kap. Der Cape Doctor, so heißt der steife Wind in dieser Gegend, machte uns zu schaffen. Endlich lag das Cape of Good Hope vor uns, ein majestätischer Anblick. So wird es vermutlich auch Bartholomeus Diaz empfunden haben, als er 1488 das Kap entdeckte. Hier vereinigen sich der Atlantische und der Indische Ozean - welch ein wunderbares Naturschauspiel.

Ich wünsche mir, dass viele Menschen die Möglichkeit haben mögen, Südafrika zu erleben. Nicht nur die Natur. Sondern auch die liebenswerten, höflichen Südafrikaner.«

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Das schöne Ende Afrikas
Am neunten Tag ihrer Reise stehen die ZEIT-Reisenden auf einer buckeligen Felsnase - und sind überwältigt
Von Bartholomäus Grill und Bernd Loppow