Auf Flugreisen, wenn nach circa 25 Minuten die Klimaanlage endgültig übers Ziel hinaus gekühlt hat, kurz nach der ersten Trolleyrunde (Tomatensaft und Hochprozentiges), verteilen die Stewardessen immer Wolldecken. Werden die wirklich jedes Mal zwischengereinigt? Man zweifelt und möchte gerne wissen, wer sich als Letzter die Decke über den Schoß geworfen hat und wie viel getrockneter Rotwein sich darin befindet. Warum sonst sind die immer so grau?

Die Leute bei Louis Vuitton haben sich etwas einfallen lassen: den Monogrammschal, den man auch als Decke benutzen kann. Souveräner als ein Air-France-Logo fügt sich das LV ins kuschelige Nougatbraun des Damenschals, der zwar als solcher etikettiert ist, seine verbreitete Nutzung aber der schmuddeligen Flugzeugdecke verdankt. Jenseits von Statusgewinn und taktilem Mehrwert hat diese Decke den Vorteil, dass der Sitznachbar kaum kleckern wird bei möglichen Schadensersatzforderungen in vierstelliger Höhe.

Außerdem kann man sie natürlich genauso gut auf der Sonnenliege im Luxusliner zweckentfremden. Upper Class!

Die Flugzeugdecke, pardon, der Damenschal von Louis Vuitton kostet 335 Mark in jeder LV-Boutique Deutschlands, etwa am Kurfürstendamm 56/57, 10707 Berlin