Big Times for IT-People. Der Recruiting-Event von debis Systemhaus: So prangt's auf einem Plakat im Frankfurter Südbahnhof und, mal dahingestellt, ob die im altmodischen Sinne deutsche Sprache, altneuer Duden hin und her, im Deutschen und im Zuge ihres unausgefochtenen Rückzugs vorm Englischen eh bloß noch eine Schwund- und Schrumpfexistenz bestreitet, wie die Fachleute wähnen zu müssen meinen: Immerhin vier der in summa zwölf Wörtchen sind - setzt man voraus, dass IT so was wie information technology heißen k önnte, debis aber nicht versehentlich doch debil - erkennbar deutsch, das heißt 33 Prozent - auch wenn das der Event etwas durchhängt, man war zuletzt eher das gewohnt: Verstehen tut man ja eigentlich jenseits des fashionablen Nonsense (So kal/Bricmont) von wegen Recruiting eh weder das Deutsche noch das Englisch-Pidginmäßige

und immerhin ist's doch schon wieder ein Fortschritt gegenüber dem bereits älteren El-Dorado-First-Class-Relaxing-Tropic-Garden-Multi-Room-Sport-Check- Pleasure-Flair-Hotelanzeigen-Scheißdrecks aus der NZZ von 1983 - wie aber könnte es weiter und in die neueste Zukunft gehen? Nun, gleichfalls schon in den achtziger Jahren passierte die herzige Geschäftsfirmierung Teig in (also: Leitkultur/Fremdkultur 50 : 50) für ein Altfrankfurter Nudelgeschäft - und im Darmstädter Bahnhof findet sich derzeit ein seltsam trostreiches Wort: Gleis 7 und 8. Nicht 7/8, nicht 7-8, nicht 7 and 8, nicht mal 7 & 8 für Alt-Arno-Schmidt-Leser. Sondern tatsächlich 7 und 8. Unglaublich.