STIMMT WIRKLICH: AM 3. JANUAR 2001 FÜTTERT EIN PFLEGER IM KÖLNER ZOO DIE ELEFANTENDAME PRETTI MIT TANNENBÄUMEN. WIE JEDES JAHR WURDEN DIE NICHT VERKAUFTEN WEIHNACHTSBÄUME DER STADT DEM ZOO GESTIFTET.

Die originellste Weise, seinen Christbaum zu entsorgen, ist nicht wie im vergangenen Jahr: zack! - aus dem Fenster werfen und darauf warten, wer unten Aauaa! schreit. Am besten gehen Sie mit Ihrem Tannenbaum in den Zoo und schenken ihn den hungrigen Elefanten. In Köln machen die Christbaumhändler das jedes Jahr so. Diesmal waren es zwei Lkw-Ladungen mit ungefähr 200 Bäumen.

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In den ersten Tagen vertilgten die beiden afrikanischen Großelefanten des Zoos, Pretti, 34, und Savani, 50, bis zu vier Weihnachtsbäume täglich - zusätzlich zu ihrer eigentlichen Nahrung. Sogar der Stamm wird häufig über Nacht noch weggeknabbert, berichtet Tierpfleger Brian Batstone, 51. Dann beginnen die Elefanten, die als wählerische Esser bekannt sind, sich mit dem Stachelzeug zu langweilen, und andere Extras müssen her. Ausgebrannte Raketen, verknittertes Geschenkpapier, übrig gebliebene US-Präsidenten und später alte Ostereier?

Brian, Mutter aus Sri Lanka, Vater Engländer, ist schon seit 28 Jahren Tier- und seit 15 Jahren Elefantenpfleger. Bis vor zwei Jahren hatten wir den alten Tanga, berichtet er, der hat die Weihnachtsbäume sogar noch bis in den Februar hinein gegessen!

Die großen grauen Rüsselgebirge sind neben den Orang-Utans Brians Lieblingstiere. Einmal im Jahr geht er sogar für zwei Monate nach Sri Lanka, seiner alten Heimat, um im Elefantenwaisenhaus von Pinnewela Vorträge zu halten und Elefantenforscher bei ihrer Arbeit zu unterstützen.

Für seinen Job im Zoo benutzt Brian häufig eine billige Kopie des Leatherman tool, jenes berühmten Werkzeugkastens für die Hosentasche, das den Namen seines Erfinders trägt. Das Kombiwerkzeug, das im Original so um die 150 Mücken kostet, hat Brian vor einiger Zeit bei Tschibo gekauft.

Für die Kleinarbeit im Zoo reicht es aus. Nichts muss zerlegt werden, die Elefanten vertilgen das Grünzeug mit Stumpf und Stiel. Verletzungsgefahr besteht nicht. Elefanten sind robust, sie fressen sogar Stacheln und Dornen.

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    • Quelle DIE ZEIT, 03/2001
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