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Ein Jahr lebte der "Dotcomguy" Mitch Maddox abgeschnitten von der Welt und musste sich Nahrung, Kleidung und Unterhaltung ausschließlich über das Internet beschaffen (ZEIT Nr. 35/00). Zum Jahreswechsel verließ er sein verkabeltes Haus und streitet sich seitdem mit den Finanziers des Projekts.
Neben dem regulären Honorar, das, mit 24 Dollar beginnend, jeden Monat verdoppelt wurde, sollte der Dotcomguy saftige Summen durch nachträgliche Werbeauftritte verdienen. Doch die hitzige Internet-Euphorie vom Januar 2000 ist einer kühlen Dotcom-Brise gewichen. Trösten kann sich Maddox damit, dass er online seine große Liebe fand und sie heiraten möchte, sobald er einen "akzeptablen Job" hat.
Carl Yankowski, Chef der Firma Palm, forderte auf der Consumer Electronics Show in Las Vegas die Bildungsträger dieser Welt auf, statt veralteter PCs die Handheld-Computer seiner Firma im Unterricht einzusetzen. Damit könnten sich die Schüler zum Beispiel elektronisch melden und müssten sich nicht länger die Arme ausrenken, um dranzukommen. Der Lehrer-Server fragt reihum die Palm-Piloten ab und soll frühzeitig Lernschwächen entdecken - sofern die Kinder nicht vorher unterm Pult ihre Antworten infrarot ausgetauscht haben.
Vor billigen CD-Rohlingen zum "Selbstbrennen" wird gewarnt. Nach einer gerade veröffentlichten Analyse der Zeitschrift PC-Professionell sind diese Silberscheibchen überraschend lichtempfindlich: Schon 20 Tage Tageslicht sollen auf vielen Billig-CDs irreparable Schäden verursachen. Das Licht gibt es, das Licht nimmt es wieder weg.
In Amerika kommt dieser Tage Antitrust in die Kinos, ein Film, in dem die Bewegung der Open-Source-Programmierer gegen ein Monsterunternehmen namens Winston kämpft, das im Nordwesten der USA beheimatet ist. Neben den Schauspielern Ryan Philippe und Rachel Leigh Cook spielt Miguel de Icaza mit.
Der ist zwar kein Schauspieler, dafür einer der Superstars aus der Linux-Szene. Die Bewegung ist begeistert.
Detlef Borchers (online@zeit.de)
- Datum 11.01.2001 - 13:00 Uhr
- Quelle DIE ZEIT, 03/2001
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