Reden ist Geld

Wohin mit Bill Clinton nach dem Ende der Clinton-Ära? Eine Möglichkeit: Das Washington Speakers Bureau. Hier wird der Ruhm abgetretener Staatsmänner vergoldet

Wenn Bill Clinton am 20. Januar seinen Arbeitsplatz im Weißen Haus räumt, nach acht Jahren auf der Planstelle Mächtigster Mann der Welt, wird er, mit 54, einer der jüngsten Expräsidenten der US-Geschichte sein. Und dann?

Soll er etwa die nächsten Jahre darauf warten, an der Seite von Hillary dereinst als first husband in die Geschichte einzugehen? Ausgerechnet er.

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Viele seiner ehemals engen Freunde hat er im Lauf seiner Amtszeit verprellt, verheizt, verloren

einer nach dem andern fühlte sich von ihm verraten. Seine unglaubliche Beliebtheit, die ihm die Meinungsumfragen attestieren - schön, aber so abstrakt.

Dann wären da noch die exorbitanten Anwaltskosten, die sich in Sachen Gennifer Flowers, Paula Jones und Monica Lewinsky aufgetürmt haben und die voraussichtlich nach Wegfall seiner präsidialen Immunität noch weiter wachsen werden.

Ganz klar, Bill Clinton braucht einen Job. Die erstaunlichsten Erwägungen sind ihm in der US-Presse schon angedichtet worden: Bürgermeister von New York könnte er werden, Senator aus Arkansas, gar ein lukrativen Chefposten in Hollywood übernehmen. Hartnäckig hält sich ebenfalls das Gerücht, dass Clinton allzu gerne eine eigene Interviewsendung im Fernsehen moderieren würde.

Bekannt ist bisher nur, dass er sich zurzeit zwei Büros einrichtet, eins in Washington, eins in New York. In Arkansas, wo er seine Presidential Library aufbauen wird, will er sich, aber wirklich nur zeitweise, bei seiner Schwiegermutter einquartieren.

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