"Wir müssen massiv agieren"

Wie der neue Chrysler-Chef Dieter Zetsche die angeschlagene US-Tochter wieder in die Erfolgsspur bringen will

die zeit: Herr Zetsche, eigentlich können Sie sich ja nur unbeliebt machen, wenn Sie demnächst das Chrysler-Sanierungsprogramm vorlegen. Holen Sie alle Leichen aus dem Keller, blamieren Sie damit den Fusionsstrategen Jürgen Schrempp. Greifen Sie aber nicht radikal durch, enttäuschen Sie die Anleger.

Dieter Zetsche: Ich bin nur mit dem letzten Teil Ihrer Aussage einverstanden.

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Wir haben uns damals aus strategischen Gründen für einen Merger entschieden, die gelten immer noch. Aktuell befinden wir uns in einer operativ und strukturell schwierigen Phase eines Teils dieser neuen gemeinsamen Firma.

Diese Probleme müssen wir aufgreifen und beseitigen, um den Sinn der Fusion nicht zu gefährden.

zeit: Was sind diese operativen und strukturellen Probleme, die Sie bei Chrysler vorgefunden haben?

Zetsche: Chrysler war und ist als Unternehmen auf fast unbeschränktes Wachstum ausgerichtet, sowohl was den gesamten Automarkt anbelangt, als auch den eigenen Anteil daran ...

zeit: ... was spätestens im zweiten Halbjahr 2000 mit dem Absatzeinbruch im US-Markt zur Illusion wurde.

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