Seine Königliche Hoheit der Obergruppenführer

Wie Carl-Eduard von Sachsen-Coburg und Gotha, Enkel Königin Victorias, zu einem Wegbereiter Hitlers wurde

Draußen wurde es langsam dunkel, als sich die Familie am Sterbebett der Königin versammelte. Der älteste Sohn, der Prinz von Wales, kniete neben seiner Mutter, und der aus Deutschland angereiste Enkel stützte die Sterbende. Später wird Kaiser Wilhelm II. schreiben: "Nachdem die Königin in meinen Armen sanft hinübergeschlummert, war für mich der Vorhang über viele Jugenderinnerungen gefallen."

Queen Victoria starb am 22. Januar 1901 in Osborne auf der Isle of Wight vor der Südküste Englands. Sie stammte noch aus dem Haus Hannover, das in Großbritannien seit 1714 regierte. Als sie 1837 den Thron bestieg, endete zwar die Personalunion zwischen England und Hannover, nicht aber die Verbindung zu Deutschland. Die Königin, ohnehin eng verwandt mit der deutschen Hocharistokratie, heiratete 1840 ihren Vetter Prinz Albert aus dem herzoglichen Haus Sachsen-Coburg und Gotha. Die Coburger waren bekannt für eine Heiratspolitik, die sie auf zahlreiche Throne brachte

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Bismarck nannte sie süffisant das "Gestüt Europas". 1858 heiratete "Vicky", die älteste Tochter der Queen, den Preußenprinzen Friedrich Wilhelm, den späteren 99-Tage-Kaiser Friedrich III.

erstes Kind dieser Ehe war Wilhelm II.

Königin Victoria überlebte nicht nur ihren Mann Albert um 40 Jahre, sondern in gewissem Sinne auch ihr eigenes Zeitalter, das viktorianische. Unter ihrem Zepter hatte sich das Inselreich zu einsamer Höhe aufgeschwungen, es war "Werkstatt der Welt" geworden, Inbegriff der "westlichen Zivilisation", Zentrum eines wahrlich globalen Empires

1876 konnte Victoria ihren vielen Titeln auch noch den einer Kaiserin von Indien hinzufügen.

Mit ihrem Sohn Eduard VII. nun "übernahm" 1901 das Haus Sachsen-Coburg und Gotha den Thron und regiert dort bis heute - allerdings unter anderem Namen.

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