die zeit: Herr Fahrholz, wie wird die europäische Finanzlandschaft in fünf Jahren aussehen?

Bernd Fahrholz: Ich habe immer gesagt, dass wir erst am Anfang einer Konsolidierungswelle stehen. Wir werden in den kommenden Jahren mehr Zusammenschlüsse sehen, auch über die Grenzen hinweg. Das bedingt schon der gemeinsame europäische Markt.

zeit: Bislang war in Deutschland nur von Fusionen zwischen Banken die Rede.

Jetzt ist Allfinanz das große Thema. Werden noch weitere Banken und Versicherungen zusammengehen?

Fahrholz: Die Produkte von Banken und Versicherern überlappen sich zunehmend - nicht nur in Deutschland, sondern in ganz Europa. Das gilt für die Vermögensverwaltung genauso wie für die Altersvorsorge. Und vergessen Sie nicht: Die Einführung der kapitalgedeckten Rente wird sich nicht nur auf Deutschland beschränken. Das ist auch in den Nachbarländern eine Option.

zeit: Ist Ihre neue Gruppe offen für Partner?

Fahrholz: Wir sind immer offen für Optionen, die betriebswirtschaftlich Sinn machen.