Die Farbe Grün dominiert. In sämtlichen Nuancen. Ganz eindeutig, hier geht es um Natur. Von Menschenhand gebändigt zwar, aber doch so prachtvoll, üppig, verschwenderisch, wie das nur ein gemäßigtes Klima und viel Regen möglich machen: Wir befinden uns in Golfstromnähe, auf der grünen Insel. Vier Jahre lang hat es Melanie Eclare dort immer wieder hingezogen, um über Buchsbaumhecken zu spähen, unter Rosenbögen zu wandeln und den Geschichten der beneidenswerten Hausherren zu lauschen. Jetzt ist ihr Bildband Die Gärten von Irland (Heyne Verlag, München 2001

160 S., 49,90 DM) erschienen, für den die Autorin 20 der außergewöhnlichsten Anlagen ausgewählt hat - allesamt Augenweiden im wahrsten Wortsinn. Im ausgehenden 19. Jahrhundert war Irland der Garten Europas, die Iren galten als Künstler der Landschaftsgestaltung.

Diese Tradition setzt sich fort - in heiter-friedlichen Paradiesen, verträumten, duftenden Rückzugsorten, geheimnisvoll-mystischen Zauberreichen.

Weltabgeschieden jedoch sind sie glücklicherweise nicht: Die meisten der porträtierten Gärten stehen Besuchern offen.