1. Der Anfang: Born to be a star?

Der absolute Wille, berühmt zu werden: Das ist es, was in einem Star einfach drinstecken muss. Ein normaler Mensch ist ja gar nicht daran interessiert und auch nicht wirklich bereit, ein Star zu werden. Berühmtsein bedeutet schließlich, dass man nichts mehr machen kann, wie man will, weil man ständig beobachtet wird.

Marilyn Monroe ist anders, nicht normal. Sie hat ein ungeheures Potenzial: Sie will verdrängen, was war. Sie will fortkommen von ihrer unglücklichen Kindheit. Der frühe Tod des Vaters, die Einlieferung der Mutter in eine Heilanstalt, das Aufwachsen bei den Großeltern, bei verschiedenen Tanten und im Waisenhaus: Davon will Marilyn weg. Von diesem Antrieb zeugt schon ihre frühe Heirat, mit 16.

In diesem Drang, das ganze Leben darauf auszurichten, bekannt zu werden, zeigen sich Parallelen zu Verona Feldbusch und Jenny Elvers. Die Bereitschaft, dafür Grenzen zu überschreiten und fast alles zu riskieren, ist vor allem auch bei Jenny der Fall

auch auf die Gefahr hin, dass die Leute es nicht goutieren wie bei den Ultraschallfotos von Jennys Baby (die waren ein Fehler). Marilyn, die schon für Nacktfotos posiert hat, steht in diesem Drang und Grenzgängertum nicht zurück: Das ist die Grundlage, der Motor für die Karriere.

2. Der Typ: Hauchen, fauchen, Lippen schürzen

Das entscheidende Tool auf dem Weg zum Star ist für Marilyn aber nicht ihre Vergangenheit, sondern ihre Ausstrahlung. Sie sagt, sie will Schauspielerin werden. Also fangen wir bei der Optik an. Als Managementagentur überlegen wir uns aber prinzipiell nicht, wie ein Künstler aussehen soll. Das muss die Person, unser Star in spe, schon selber wissen