Online-Päckchenautomat.

So schön könnte Einkaufen im Internet sein: Am PC das Designersofa und den Bergkäse anklicken - ein paar Stunden später klingelt der Bringdienst. Doch leider ist der Kunde oft nicht da, wenn der Kurier an der Haustür steht. Und für den Anbieter ist die Hauslieferung ein teures und logistisch aufwändiges Geschäft. Deshalb wird darüber nachgedacht, ob sich Verkäufer und Käufer nicht auf halbem Wege treffen könnten: Der Kunde holt den Internet-Käse am Bahnhof oder an einer Tankstelle ab. Eine noch futuristische Lösung stellte das Dortmunder Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik jüngst auf der transport logistic-Messe in München vor: Im "Tower24", einem automatischen Zwischenlager für den Online-Einkauf, kann der Lieferant alle Päckchen fürs Quartier abladen. Der Kunde holt seine Ware im Drivein-Verfahren ab, wenn er Zeit hat. Verderbliches lagert so lange im kühlen Keller. Im Herbst soll eine Pilotanlage im Dortmunder Techologiepark errichtet werden.

Urknalliger Druck.

Direkt nach dem Urknall war unser Universum eine unvorstellbar heiße, gleichförmige Strahlensuppe. Mit zunehmender Ausdehnung und Abkühlung kondensierten darin Atombausteine und verbanden sich nach etwa 300 000 Jahren zur ersten Materie. Damals traten Druckschwankungen auf, die die Materie ungleich verteilten und die heutigen großräumigen Strukturen des Kosmos formten - so die bislang unbestätigte Theorie. Ein amerikanisches Astronomenteam hat penibel die Verteilung der Materiedichte in Teilen des heutigen Universums vermessen und konnte bestätigen, dass sie mit den frühen Druckschwankungen übereinstimmt. Diese waren vor Jahren in der kosmischen Hintergrundstrahlung - einer Art Nachhall des Urknalls - entdeckt worden.

Teamchef Christopher Miller von der Carnegie Mellon University in Pittsburgh schwärmt: "Die Ergebnisse zeigen, dass wir die Physik des frühen Universums inzwischen verstehen."