Sie kam aus einer wohlhabenden jüdischen Familie. Auf Wunsch der Eltern heiratete sie mit 15 Jahren einen Bankier und brachte vier Söhne zur Welt, von denen zwei früh starben.

Sie war 29, als sie nach einem Opernbesuch einer Freundin diesen ausführlichen Bericht schrieb:

Ich muß Ihnen von der französischen Oper in Rheinsberg erzählen. Nein, noch habe ich mir Sie nie so herzlich neben mir gewünscht als den Abend.

Denken Sie sich ein Theater, niedlich verziert, aber noch wohl um die Hälfte kleiner als das Theater im Berliner Palais, 50 Menschen machen es unten stickend voll. Es sind auch zwei Reihen Logen da, in jeder Reihe 7 oder 8. Da gehen aber nur die gemeinen Leute herein

was du ton ist, das geht unten.

Der Prinz, 3 Damen und 4 Herren saßen auf Stühlen mitten im Parterre. Hinter ihnen stehen in einem halben Cirkel 3 oder 4 Reihen Bänke zwischen Säulen, darauf sitzen die übrigen Zuschauer.

Das ganze ist recht niedlich decoriert, aber so klein, daß 8 Lichte, die auf einem Kronleuchter brennen, das Ganze hinlänglich erleuchten. Der Prinz scheint dort einen hübschen leichten Ton eingeführt zu haben. Die meisten Einwohner sind Franzosen, von der Kapelle, oder sonst zum Hofstaat gehörig.