Auch beim Fußballspielen zeigt er Talent. Setzt den Freistoß unbeirrt ins Tor, und während ihn die andern umarmen, zeigt seine Mimik, dass in diesem Schuss die geballte Energie eines ganzen Lebens steckt. Hier, in einem Hinterhof zwischen Backsteinmauern und zum Trocknen aufgehängten Bettlaken, tut er es Millionen Nachwuchskickern gleich. Ein Junge spielt Fußball und träumt sich davon in ein besseres Leben. Einer von vielen - und doch einer wie keiner.

Wie setzt sich einer durch, für den eher nur die Rolle des Zuschauers vorgesehen war? Wie findet einer zu sich selbst, wenn ein Dutzend Geschwister da sind und niemals Geld fürs Nötigste? Davon erzählt unser Film und vom Kampf eines begabten Außenseiters um Selbstbestimmung und Würde, von grandioser Wut und von der gnadenlosen Sehnsucht nach Liebe. Die sich am Ende gegen alle Zweifel doch erfüllt.

Eine unglaubliche, authentische Lebensgeschichte lag dem Film zugrunde, eigentlich der ideale Stoff für Hollywood. Das hätte daraus eine Schmonzette gemacht. Aber zum Glück kam der Regisseur - wie auch sein Held - aus einem Land mit eigenständiger Kinotradition. So setzte er statt auf Tränen auf realistische Töne, statt auf Stars auf authentische Gesichter. Vor allem aber vertraute er seinen zwei Hauptdarstellern, die mit der Rolle zu verwachsen schienen

schade, dass nur der Ältere dafür ausgezeichnet wurde.

Später arbeiteten er und der Regisseur erneut zusammen, und wieder war es das Leben, das eine Story geliefert hatte, die sich nur in dem kleinen Land mit seiner spezifischen geografischen und politischen Lage hatte ereignen können.

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