Florian Gerster, SPD-Sozialminister in Rheinland-Pfalz, fordert rigidere Maßnahmen gegen den Anstieg der Arzneiausgaben. Alle Kassenärztlichen Vereinigungen sollen verpflichtet werden, ihre Mitglieder regelmäßig über Preise und Wirkungsgrad von Medikamenten zu informieren. "Die regionalen Unterschiede bei den Arzneimittelausgaben sind enorm", so Gerster. "Sie hängen stark davon ab, ob die Kassen die niedergelassenen Ärzte effizient beraten oder das den Vertretern der Pharmaindustrie überlassen bleibt."

Allein im ersten Quartal 2001 sind die Arzneimittelausgaben um 9,7 Prozent gestiegen. Und die Krankenversicherungen haben nach einem Spitzengespräch mit Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) gewarnt, dass unter anderem wegen der hohen Arzneimittelausgaben im kommenden Jahr voraussichtlich die Beiträge steigen werden.