Am 11. April träumte die Schriftstellerin Else Buschheuer in der Leben-Ausgabe 16 von einem Dasein in New York - in einem Zustand hoch kreativer Einsamkeit. Ungestört, unbehelligt, im Zentrum der Stadt, über der Stadt. Dies sei, träumte Frau Buschheuer weiter, für sie der Idealzustand: mittendrin und doch isoliert. Damit wird es nun wohl nichts. Am Sonntag, 29. Juli, um 22.45 Uhr wird Else Buschheuer erstmals als Moderatorin des ARD-Kulturweltspiegels auftreten. WDR-Intendant Pleitgen sagte dazu: Else Buschheuer ist eine sehr gute Moderatorin, die sich auf dem Gebiet der Kultur bestens auskennt. In ihrem Traum jedenfalls offenbarte Frau Buschheuer bereits einiges über ihre Affinität zur Kultur. Ich verfüge auch über ein Heimkino. Manchmal kaufe ich Kopien von alten Filmen, lasse sie restaurieren und mache zu Hause eine kleine, private Wiederaufführung, im engsten Kreis, nur für mich allein. Mein Schwerpunkt: Stummfilm, Film noir, Western. Meine bevorzugten Regisseure: Stroheim, Welles, Wilder, Hitchcock. Auch gab sie im Traum Einblicke über ihre Art, sich - im Badezimmer - auf Sendungen vorzubereiten: Überall liegen aufgeklappte Bücher, Zeitungen, Zeitungsfetzen, kopierte Artikel, Papierkram. Nein, natürlich dachte Else Buschheuer, als sie im April träumte, noch nicht an den Kulturweltspiegel.

Oder etwa doch? Wir rufen ihr zu: Möge diese Übung gelingen!