die zeit: Computerunternehmen und Hausgerätehersteller haben bereits riesige Summen in die Entwicklung von Steuerungstechnik gepumpt. Sie sind eines der ersten komplett vernetzten Häuser auf dem deutschen Markt. Welche Resonanz beobachten Sie bei den Kunden?

Internet-Haus: Die Akzeptanz ist noch nicht hundertprozentig. Als das erste Netzhaus meiner Art vom Computerhersteller Cisco vor zwei Jahren in London vorgestellt wurde, hielten die Menschen das für reine Spinnerei. Jetzt sind sie aber schon aufgeschlossener und werden hellhörig, wenn es um die Haus-Automation geht.

zeit: Trotzdem hat sich außer Unternehmern und Forschern noch keine Privatperson für Sie als Käufer gefunden.

Internet-Haus: Es gab in den vergangenen zwölf Monaten etwa 20 Interessenten, aber die meisten zucken dann doch im letzten Moment zurück. Jeder denkt, ich stecke voll komplexer Technik, die Wände wären voller Kabel und man müsse mir ständig mit dem Schraubenzieher zu Leibe rücken. Aber keiner kann sich vorstellen, dass ich fast ebenso einfach zu bedienen bin wie ein Bankautomat.

zeit: Wollen Sie damit sagen, dass Sie und Ihre Haustechnik selbst erklärend sind?

Internet-Haus: Absolut. Im Grunde spreche ich für mich. Selbst Kinder kommen mit mir zurecht. Und wer jemals das Betriebssystem Windows bedient hat, wird auch keine Probleme haben. Aber ein bisschen technikbegeistert sollte er schon sein. Zur Sicherheit führt der Bauleiter aber nach der Fertigstellung noch eine einwöchige Schulung durch.

zeit: Sie ersparen Ihrem Bewohner nicht nur Energie und Kraft durch die elektrischen Steuerungen von Rollläden, Heizung oder Licht, sondern auch Zeit. Was glauben Sie, fangen die Bewohner damit an?