Über den Wolken ist die Internet-Freiheit ab sofort fast grenzenlos: Auf der Pariser Luftfahrtschau stellte der Flugzeugbauer Boeing sein System vor, das neben den großen US-Gesellschaften Delta, United und American auch die Lufthansa einsetzen will. Dabei werden die Internet-Daten über eine Spezialantenne von einem Satelliten zur Maschine gesandt, zunächst allerdings nur über dem amerikanischen Kontinent. Im Gegensatz zu Boeing setzt Airbus auf einen Internet-Zugang, der auf der ganzen Welt funktioniert. Das in Zusammenarbeit mit der Firma Tenzing entwickelte System ist allerdings nicht ständig online, sondern aktualisiert seine Daten alle 15 Minuten. Was der Fluggast für das Internet in der Luft zahlen muss, ist noch unklar. Neben einer Grundgebühr ab fünf Dollar pro Flug werden Preise zwischen 50 Cents und sieben Dollar pro E-Mail genannt.

Echelon heißt das amerikanisch-britisch-neuseeländische Überwachungssystem, das Telefonate, Faxsendungen und E-Mails mitschneiden und entschlüsseln kann.

Seine Existenz wurde lange bestritten, dann setzten die belauschten EU-Länder einen Untersuchungsausschuss ein. Nach einem Bericht des Londoner Telegraph dürfen nun ausgesuchte Verbündete von Echelon profitieren: Während seiner Europareise unterzeichnete US-Präsident George W. Bush ein Abkommen, nach dem die spanische Regierung die Mitschnitte bekommt, in denen die baskische Terrororganisation Eta erwähnt wird.

Detlef Borchers (online@zeit.de)