Luxus ist ein Selbstläufer
Warum der künftige VW-Chef Bernd Pischetsrieder auf superteure Autos setzt und außerdem mehr Spaßmobile bauen will. Ein ZEIT-Gespräch
die zeit: Herr Piëch hat einmal gesagt, sein Nachfolger als VW-Chef müsse besser sein als er.
Bernd Pischetsrieder: Ich werde nichts Grundsätzliches verändern, aber sicherlich muss der Schwerpunkt weiterentwickelt werden zu mehr Kundenorientierung und Dienstleistung rund um das Auto. Und das sehe ich nicht allein so.
zeit: Ihre Berufung wurde ja nicht zuletzt auf Druck der Betriebsräte und des Großaktionärs Niedersachsen vorgezogen ...
Pischetsrieder: Woher wollen Sie das wissen? Es könnte ja auch sein, dass der Aufsichtsrat die Öffentlichkeit überraschen wollte ...
zeit: Ministerpräsident Gabriel und Betriebsratschef Volkert haben ihre Wünsche publik gemacht und schon Korrekturen an der Konzernstrategie angemahnt: weniger Geld für Luxusautos wie Bugatti, Bentley oder Lamborghini, mehr Investitionen in die deutschen Fabriken.
Pischetsrieder: Über solche Dinge spreche ich mit Herrn Volkert persönlich, nicht öffentlich. Allerdings muss das Unternehmen die Priorität in den einzelnen Marktsegmenten richtig setzen.
zeit: Es gibt also Korrekturbedarf?
- Datum 13.09.2001 - 14:00 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT, 38/2001
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