Armut und soziale Entwurzelung
Artikel zum Terror gegen Amerika, ZEIT Nr. 38
Ich bin zutiefst betroffen und erschüttert von den Ereignissen am 11. September, und doch beschäftigt mich, dass ich in den Wochen nach der Wahl von George W. Bush immer mehr das Gefühl hatte, dass die superegoistische Politik Washingtons nicht ohne tragische Folgen bleiben könne. Ich möchte nicht sagen, dass dies alles vorauszusehen war. Diese Anschläge lassen sich ja rational gar nicht nachvollziehen.
Aber wenn ich die "motivierenden" Reden von Verteidigungsminister Rumsfeld höre und mich erinnere, wie die USA in der Vergangenheit ihre Militäraktionen durchgeführt haben, wenn ich höre, dass der Verteidigungsfall festgestellt wurde und die USA "uneingeschränkte" Solidarität von praktisch jedem Staat genießen, und wenn ich nicht zuletzt höre, dass die Stimmen in Israel sich mehren, man solle die "Gunst der Stunde" nutzen und das "palästinensische Problem" lösen, dann bekomme ich große A ngst. Ich hoffe nur, dass ich mich irre.
Jörg Berger, Hamburg
Es ist bezeichnend für das Medium Fernsehen, dass die Aufnahmen von der sukzessiven Zerstörung des World Trade Centers immer und immer wieder gezeigt werden, sehr nahe einer Endlosschleife: World Trade Center in Rauch und Flammen
ein Jet, der - nur sichtbar als dunkle Silhouette - gegen den Wolkenkratzer fliegt
ein Turm allein
das In-sich-Zusammenstürzen des Turms
- Datum 20.09.2001 - 14:00 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT, 39/2001
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