Filz, Schill, Terror
Wahl in Hamburg (1): Hat der Schock aus Amerika die Stimmung verändert?
Nur wenige Tage noch bis zur Wahl in Hamburg. Die üblichen Plakatwälder, nicht selten vom Windbruch heimgesucht. Grundfarbe Blau. Sprüche, die nichts sagen. Köpfe ohne Inhalt. Wie es eben so ist. Langweilig. Die Sprüche wechseln mit den Tagen. Die Köpfe weniger oft. Nur ein Motiv hält durch: Das Verlangen nach einem Wechsel. Keine Begründung. Nur: Wechsel.
In Hamburg hat dieses Verlangen ein spezifisches Gewicht. Eine CDU-Regierung hat es seit 44 Jahren nicht gegeben. So lange schon hat die SPD das Regieren abonniert, tief eingebettet in dem hier sprichwörtlichen roten Filz.
Will aber auch das Volk den Wechsel? Der Stadt geht es doch, zumindest relativ, gut
weniger Arbeitslose als anderswo
höhere Wachstumsraten
ein halbwegs geglückter Umstieg in die Dienstleistungsgesellschaft
ein prosperierender Hafen. Wirtschaft und Politik können gut miteinander.
- Datum 20.09.2001 - 14:00 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT, 39/2001
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