EU-Exporte: Schlampig
Der Europäische Rechnungshof hat die Ausfuhrerstattung für landwirtschaftliche Produkte als "komplex und kostspielig" kritisiert. Zudem fanden die Prüfer beim Blick in die Bücher für 1998 "schwere Mängel": Fleisch für Jordanien landete trotz Embargo im Irak, russische Zöllner fälschten in drei von vier Fällen Importpapiere. Das Problem von EU-Agrarkommissar Franz Fischler: Die Kommission kann das System gar nicht überwachen, dafür müssen die Regierungen sorgen. Doch die zieren sich. Amerikas Farmer sehen in der Ausfuhrerstattung übrigens eine versteckte Subvention und wollen darüber in der nächsten WTO-Runde diskutieren. Warum nicht zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen und das schlamperte System einfach sterben lassen? Spart immerhin fünf Milliarden Euro an Steuergeldern. van
- Datum 04.10.2001 - 14:00 Uhr
- Quelle DIE ZEIT, 41/2001
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