Frau Kaiser sieht fern vom 4. 10. bis 10. 10.

Expeditionen ins Tierreich Die 250. Sendung - das Beste aus 40 Jahren Do., ARD, 20.15 Uhr

Meine lieben Zuschauer ... Diese besitzergreifend altmodische Begrüßung, der bloße Klang von Heinz Sielmanns Stimme, weckt in Generationen das Gefühl von Kindheit, Kakao und Familien-Fernsehstunden. Wie oft waren mit ihm zu Besuch bei Familie Specht und mal bei Storchens. Um heute, mit Erwachsenenaugen und vom Farbfernsehen verwöhnt, die Galapagos-Echsen im Schwarzweißfilm von den Felsen unterscheiden zu können, sollte man sich nicht zu viel Rum in den Kakao gießen. Auf der anderen Seite wäre es ganz nützlich, um das Eigenlob zu überhören, das sich der NDR in seiner chronologischen Tierfilmcollage spendet.

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Mach mich glücklich. Über den Missbrauch von Kindern Fr., WDR, 23.00 Uhr

Frei von wohlfeiler Empörung, setzt sich Florian von Stetten kritisch mit der fragwürdigen Konjunktur des Medienthemas Kindesmissbrauch auseinander. Mit dezenten Referenzen zu Foucault (Diskurierung des Sexuellen) oder Ariès (Entdeckung der Kindheit) und mithilfe sachkundiger Gesprächspartner gelingt ein Film, der unangenehme kulturhistorische Wahrheiten über den Gebrauch von Kindern zeigt - ohne Sexualstraftäter damit zu entschuldigen. Derart differenziert aufbereitet, ist mit dem Schlagzeilenthema kaum Quote zu holen.

Bei Arte lief die Dokumentation Anfang September erst nach Mitternacht. Gut, dass sie überhaupt lief.

Bedienung, bitte! Von Kellnern und ihren Gästen So., N 3, 16.00 Uhr

Die Marzipantorte! Nee, Himbeer mit Sahne. Nie einen pünktlichen Feierabend.

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