Kürt den Talk

Womit wollen wir diese Woche aufhören, in Zeiten, in denen Talken mit Informieren verwechselt wird und Informieren mit Talk? In diesen Zeiten ist es wohl nichts anderes als eine natürliche Marktentwicklung, dass diejenigen, die am liebsten talken (RTL) bei denen einsteigen wollen, die am liebsten informieren (n-tv) - und zwar mit mehr als 50 Prozent! So verhandelte man jedenfalls.

Und was für eine Entwicklung ist es, dass am kommenden Samstag der Deutsche Fernsehpreis für die beste Informationssendung entweder an Sabine Christiansen (ARD), Michel Friedman (ARD) oder Astrid Frohloff (Sat.1) verliehen wird? Einige Mitglieder der unabhängigen Jury sollen mit der Auswahl nicht so zufrieden gewesen sein, aber so ist das in der Demokratie - in der sich Jury-Mitglieder selbstverständlich immer auch über anregende Zuschriften freuen sollten. Hier eine Auswahl: Stefan Aust (Der Spiegel), Giovanni di Lorenzo (Der Tagesspiegel), Uwe Kammann (epd), Sandra Maischberger (n-tv), Norbert Schneider (Landesanstalt für Rundfunk NRW) und ZEIT-Autorin Barbara Sichtermann (leben@zeit.de).

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In einem (geringfügig) demokratischeren Verfahren wurde bereits eine Vorentscheidung getroffen: Die Programmzeitschrift TV Today und die Meinungsforscher von Forsa ermittelten mithilfe von 1001 Befragten, dass 52 Prozent der Deutschen Sabine Christiansen für die beste Informationssendung halten. Zur Erinnerung: Sie gehört als Teil der Talkredaktion zum Programmbereich Unterhaltung des NDR, nicht zu Politik und Information.

PETER LITTGER

 
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