Übler Scherz oder missglückte Satire?
Jens Jessen: "Nie wieder Athen", ZEIT Nr. 38
Ein Scherz wird zum üblen Scherz, wenn das Scherzhafte kaum oder nicht erkennbar ist. Auch eine Satire muss kundtun, dass sie eine Satire ist und worauf. Mit einem üblen Scherz oder einer völlig missglückten Satire haben wir es offenbar bei diesem Beitrag zu tun.
Prof. Hans Eideneier, Köln
Ich studiere Politische Wissenschaft/Volkswirtschaftslehre an der Universität Mannheim. Ich bin Sohn griechischer "Gastarbeiter" aus Stuttgart und bin froh darüber, bikulturell aufgewachsen zu sein.
Ich sehe mich als kleiner Diplomat der deutschgriechischen Freundschaft und Zusammenarbeit in Politik, Wirtschaft und Kultur. Wann immer ich die Gelegenheit bekomme, werbe ich für Deutschland. Ich erkläre den jugendlichen englischen Touristen in Griechenland, dass ihre Rivalität, ja geradezu Hass, auf die Deutschen unberechtigt ist, dass die Deutschen nicht von Natur aus Nazis und Rassisten sind.
Ich bin ein aktiver Vertreter der "deutsch-griechischen Kultursymbiose".
Als ständiger Leser Ihrer von mir hoch geschätzten Zeitung war ich jedoch zutiefst gekränkt und schockiert über den Artikel.
Nein, Herr Jessen, die "deutsch-griechische Kultursymbiose" sollte auf keinen Fall beendet werden! Ich zumindest werde dafür weiterarbeiten ... auch wenn ich, wann immer ich am Geburtsort meines Vaters bin, an einem Mahnmal vorbeigehe, auf dem geschrieben steht: "... den 49, von den Deutschen, hingerichteten Zivilisten."
- Datum 04.10.2001 - 14:00 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT, 41/2001
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