Dass Libyens Hinterland nicht etwa, wie Herodot behauptete, den wilden Tieren gehört, dokumentiert der Kunst-Reiseführer des Altorientalisten Joachim Willeitner (Libyen. Tripolitanien, Syrtebogen, Fezzan und die Kyrenaika

DuMont Buchverlag, Köln 2001

342 S., 49,90 DM). Der Autor beschreibt Hochburgen der Antike in Tripolis oder Leptis Magna en détail und beeindruckt durch profundes archäologisches Wissen. Seine umfassenden Ausführungen byzantinischer, griechisch-römischer und islamischer Kunst und Architektur stellen ein Novum in Sachen libyscher Reiseliteratur dar. Sie mindern jedoch nicht den praktischen Nutzen des Handbuches Libyen (Conrad Stein Verlag, 4. Auflage, Struckum 2001

436 S., 39,80 DM) von David Steinke, das in seiner Erstausgabe vor zehn Jahren eine der ersten touristischen Annäherungen an den Wüstenstaat unternahm.

Königswege für Gestresste von Deutschland über Österreich bis in die Schweiz weist Hanna Ginglas in der Neuausgabe ihres Führers Diese Tage gönn' ich mir (Die schönsten Wohlfühl-Oasen für Körper, Geist und Seele

Hille-Buch & Kommunikation, Freiburg 2001

158 S., 24,80 DM). Nach einer theoretischen Einführung in westöstliche Heilweisen stellt sie 20 Hotels ihrer Wahl vor, in denen neben Yoga, Ayurveda, Tai-Chi auch vegetarische Küche zum Programm gehört. Warum das Brevier stellenweise lobhudelnd und ziemlich weich gespült erscheint? Warum gerade diese top twenties ausgesucht wurden? Das Geheimnis bleibt in den noblen Nebelgrotten und Hotpools zwischen Ostsee und Tessin verborgen. CS