Beim Näherkommen merkt er: Jäger. Sie sind gehüllt in grüne Lodenmäntel, tragen Hüte auf fleischigen Köpfen, paffen Zigarren. Einer hält zwei Hasen an den Hinterbeinen, ihre Nasen bluten in den Schnee. In den Händen weiterer fünf Jäger hängt je ein Hase. Die toten Tiere tropfen. Die Jäger betrachten die Kälte, die sich durch die Tannäste herbabsenkt.

Der Spaziergänger geht weiter. Er bemerkt die Abdrücke schwerer Schuhe am Wegrand. Metergrosse Kreise sind hier in den Schnee gestampft. Hier standen Jäger auf der Lauer.

Im weiteren Umkreis sieht er handgrosse Blutflecken, dunkelrot hat das Blut den Schnee geschmolzen. Hier starben Hasen.

Über den Weg zieht sich eine schmal gewalzte Bahn, verliert sich rechts unter Weihnachtstannen. Hier schleppt ein Hase seinen Hinterteil an den Sterbeort.

Der Spaziergänger geht weiter, stampft über das offene Feld, fühlt die Brise im Gesicht, betrachtet einen schwarzen Schwarm Krähen. Auf dem Heimweg sind die Bäume schwarz. Der Schnee gibt weisses Licht, aber die Dunkelheit hat die Spuren weggewischt. Der Spaziergänger erinnert sich, daß die Jäger am linken Wegrand gestanden sind, er geht rechts.

Beim Hinaustreten aufs offene Feld hört er hinter sich Schritte. Er hält an, späht in die Richtung des Geräusches. Zwischen schwarzen Stämmen erkennt er die Silhouette eines Rehes. Es hat den Kopf in seine Richtung gewendet, wartet.

Nach einer Weile fängt der Spaziergänger wieder an zu gehen. Er schnuppert die frische Luft, hört hinter sich das Geräusch eines sich entfernenden Tieres.