Das Lächeln von Reese Witherspoon ist eine Leistung für sich. Die Lächeln, müsste man sagen, denn es sind einige. Das sonnige, das quieksige, das atemlos verzweifelte außerdem das sehr tapfere, das kleine zufriedene und das große zufriedene. In etwa der Reihenfolge lässt Reese Witherspoon sie denn auch sehen, gemäß dem Verlauf dieser Komödie, die sich genregerecht um Schein und Sein dreht und überdies um die blonde Ellen. Ellen hat alles: kalifornisches Wetter, reiche Eltern, Busenfreundinnen, die beim Quieksen immer die Ärmchen schütteln, als hätten sie einen Cheerleader-Tick. Außerdem hat Ellen wundervolles Haar - Natürlich blond - und einen anhimmelnswerten Freund. Na ja, den Freund hat sie nicht mehr lange. Sie passe nicht in seine Karrierepläne, sagt er und verabschiedet sich Richtung Harvard. Da knickst Ellens Lächeln weg, sie schrillt ganz ordinär - bis sie verkündet: Girls, auch ich geh nach Harvard, Jura studieren! Das ist dann die Komödie. Wie Ellen paukt und im Bikini die Aufnahmekommission rumkriegt, wie sie mit Cabrio, Chihuahua und Pink-Prunk ins Elite-Camp einzieht und wie sie im Hörsaal ein Ringbuch in Herzform aufklappt, während die Kommilitonen ihre Laptops starten. Barbie an der dunkel getäfelten Universität. Natürlich ist Robert Luketics Film die Antwort auf alle Blondinenwitze. Er ist die blonde Antwort, nicht die billige. Das verdankt sich ulkigen Wortgefechten ebenso wie dem Umstand, dass die Geschichte nach vielen Seiten austeilt, jedem eine dicke Chance gibt und auch die Konvention erfüllt, derzufolge Herz gewinnt!

Und Herz hat Ellen mehr, als das pinkfarbene Fell um ihr Telefon vermuten lässt. Ja, Pink ist albern, aber Reese Witherspoon ist es nicht. Sie behält den frisierten Kopf oben, selbst wenn sie nur Bunny-Kostüme anhat. Wer zuletzt quiekst, quiekst am besten.