Die Krise kommt erst.

Bald schon könnte es in Afghanistan wesentlich mehr Tote geben als bisher.

100 000 Kinder werden die kommenden Monate nicht überleben, wenn sie nicht mit dem Nötigsten versorgt werden. Das schätzt Unicef. Das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen kurbelt für die insgesamt 1,5 Millionen hungernden Kinder in dem zerrütteten Land deshalb jetzt eine der größten Hilfsaktionen der vergangenen Jahre an. Bombardements zum Trotz ist es Unicef-Mitarbeitern von September an gelungen, 40 Hilfskonvois aus den Nachbarländern nach Afghanistan zu bringen. Längst nicht genug. Die Hälfte der Kinder ist unterernährt, zudem fehlt es an Medikamenten und warmer Kleidung. Die ZEIT wird in den kommenden Ausgaben über Unicef-Hilfsinitiativen berichten.

Spenden können Sie schon jetzt: Konto 300 000, BLZ 370 205 00 Stichwort: Flüchtlingshilfe Afghanistan Ausgezeichnet.

Ernst Klee erhält in diesem Jahr die GoethePlakette der Stadt Frankfurt am Main. Der Publizist und langjährige ZEIT-Autor - er veröffentlichte bei uns zahlreiche Artikel über die NS-Medizin, über Psychiatrie und Euthanasie im "Dritten Reich", über Behinderte und Heimzöglinge - wird für seine Verdienste um die Aufarbeitung der Nazizeit ausgezeichnet. In der Begründung heißt es, Klees wissenschaftliches und publizistisches Gesamtwerk zeuge von geistiger Unabhängigkeit und sei "geeignet, bürgerliche Freiheit, moralischen und intellektuellen Mut zu fördern und dem Gegenwartsbewusstsein wichtige Impulse zu geben". Die Goethe-Plakette wird am 17. Dezember 2001 von Frankfurts Oberbürgermeisterin Petra Roth überreicht.