Schwach, weich, krank sei der Euro, sagen Kritiker. Sie täuschen sich.

Hart ist er gegen Keime aller Art. Und außerdem noch antiallergen. Das verspricht das Europäische Kupferinstitut. Denn der hohe Kupferanteil des Euro mache Krankheitserregern den Garaus. Kolibakterien überlebten höchstens vier Stunden auf Kupfer. Der Staat denkt also an die Volksgesundheit, wenn er sich an der größten Geldwäscheaktion aller Zeiten beteiligt. Im Vergleich zum Euro sind die alten Markstücke ein kolossaler Seuchenherd, befingert von Tausenden schweißfeuchter Hände. Da wird es auch Zeit, die Schillinge, Francs und Lire auf den Schrottplatz zu karren, an denen die Hinterlassenschaften ungewaschener Finger kleben. Die Schmuddelzeiten werden endlich von der keimfreien Zukunft abgelöst.

Die gesündesten Batzen der neuen Währung sind die 10-, 20- und 50-Cent-Münzen aus "Nordischem Gold". Diese Legierung besteht aus 89 Prozent Kupfer, die uns die Schweden untergemischt haben, als sie noch beim Euro mitmachen wollten.

Die Erkenntnisse der Kupferindustrie klären endlich auch die Frage, warum sich Schweden und Briten in der Geldwechsel-Debatte so zickig angestellt und letztlich geweigert haben. Sie bezahlen heute schon mit gesundem Geld. Das 10-Kronen-Stück ist aus Nordischem Gold, und auch die Penny-Queen ist hinreichend gekupfert.

Laut Kupferinstitut braucht jedes Kind pro Tag ein halbes Milligramm Kupfer.

Dieses Argument allerdings spricht gegen die neue Währung. Nun zur Gesundheitsvorsorge den Kindern den Euro aufs Brot zu schmieren würde ziemlich ins Geld gehen. Der Penny ist billiger.