Rezeptor für Treue.

Monogame Wühlmauseriche sind eher selten. Wissenschaftler haben jedoch eine Methode gefunden, die Tiere zu treu sorgenden Partnern umzuprogrammieren (Journal of Neuroscience, Bd. 21, S. 7392). Der Schlüssel dazu liegt in einem Rezeptor namens V1aR, an den das Hormon Vasopressin im Hirn andocken kann.

Monogame Präriewühlmäuse haben deutlich mehr dieser Andockstellen auf der Oberfläche der Hirnzellen als eine ihnen verwandte promiskuitive Spezies.

Durch den Einbau zusätzlicher V1aR-Gene erhöhten die Forscher bei den nichtmonogamen Tieren die Anzahl der Rezeptoren. Daraufhin beobachteten sie, dass sich die Männchen deutlich auf eine Wühlmaus konzentrierten und sie anderen Weibchen vorzogen.

Test für Giftfische.

Ein Nervengift, das beim Verzehr von Fisch Wahrnehmungsstörungen verursacht, kann jetzt im Labor hergestellt werden. Japanische Forscher werten das als Erfolg, weil sie hoffen, eine Nachweismethode für die so genannten Ciguatoxine entwickeln zu können. Bisher kann das Gift nicht erkannt werden.

Speisefische wie der Riffbarsch oder der Red Snapper können Ciguatoxine in sich tragen, wenn sie bestimmte Algen gefressen haben. Die Fische, die normal aussehen und riechen, sind für jährlich 20 000 Fälle von schweren Vergiftungen verantwortlich, die aber nur selten tödlich enden. Die Giftmenge, die bislang aus den Fischen isoliert werden konnte, war jedoch zu gering für entsprechende Analysen (Science, Bd. 294, S. 1904).