Afghanistan liegt anderswo. Die gleichen Fahrzeuge besitzt auch der reiche amerikanische Bündnispartner in der Region, Saudi-Arabien: Warum nicht ihn um Beistand fragen? Das Königreich hatte die "Füchse" im Rahmen einer Bestechungsaktion zu Kohls Zeiten erworben. Wo sollen die Deutschen eingesetzt werden? Doch nicht im benachbarten Irak? Gerhard Schröder, Tony Blair und Lionel Jospin hatten eine Ausweitung der Antiterrorkampagne auf den Irak strikt abgelehnt - "ein Abenteuer", in der Tat. Der Bundeskanzler gerät in Erklärungsnöte. Das Parlament muckt auf.

Washington verbucht die Solidargesten seiner Alliierten wie Neujahrsgrüße entfernter Verwandter. Die strategischen Initiativen, Feind-Definition inbegriffen, behält sich der Chief Executive ganz unilateral im Weißen Haus vor. Er ist die Macht, the force.

Für die nächsten vier Wochen haben die deutschen Matrosen genug Treibstoff, Essen, Wasser und Wäsche an Bord. Wie und wann sie aus dem Indischen Ozean oder dem Roten Meer zurückkommen, scheint einzig ihre Sache zu sein. Es ist grotesk: Einen "Exit"-Plan gibt es bisher weder für ihre Kameraden in Kabul noch für sie. Wenn ihre Schiffe wieder in Deutschland anlegen, landen sie womöglich mitten im Wahlkampf. Dann werden wir vielleicht erfahren, was sie vor Somalia getrieben und ob sie "Füchse" gesehen haben.