Banken und Broker machen gegen die Handelszeiten an der Börse mobil. Am 24.

Januar wird der zuständige Ausschuss für die Verkürzung auf 17.30 Uhr votieren. Die vor eineinhalb Jahren auf 20 Uhr ausgedehnten Öffnungszeiten haben sich als Flop herausgestellt - nur drei Prozent des Tagesumsatzes entfallen auf den Abendhandel, rechnet man die Schlussauktion heraus. Für die Banken ist das teuer, muss doch ein Drittel ihrer Aktienmannschaft für den ordnungsgemäßen Handel dableiben. Selbst beim einstigen Befürworter längerer Handelszeiten, der Deutschen Bank, heißt es inzwischen: "Der Abendhandel lohnt sich nicht." Der Konflikt mit der Börse ist programmiert. Sie ist die einzige Beteiligte, die selbst von dem geringen Volumen profitiert. Der Ausgang des Streites wird viel darüber verraten, wie ernst es den Banken mit dem Sparen ist. Dass sie die Börse zu Handelszeitverkürzungen zwingen können, haben die Beispiele Stockholm, Paris und London gezeigt. Nirgendwo in Europa wird mehr bis 20 Uhr gehandelt.