Grünes Licht von oben.

Weiße Zwerge, rote Riesen und schwarze Löcher setzen sich nicht durch: Das Universum leuchtet mintgrün. Beziehungsweise in Fahltürkis mit Grünstich. Das haben Astronomen der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore festgestellt - obwohl grüne Sterne in der Farbpalette des Alls völlig fehlen. Sie erlaubten sich den Spaß, die Spektren und Intensitäten des sichtbaren Lichts von 200 000 Galaxien zusammenzurechnen. Alte Sterne leuchten eher rötlich, jüngere bevorzugen Blau. Da Licht anderen Gesetzen folgt als die Pigmente im Malkasten, ergibt Blau plus Rot Grün. Die Forscher wollen nun mit T-Shirts in Universumtürkis einen Trend setzen.

"Machogebalze".

Um Weibchen zu beeindrucken, legen sich Seidenlaubenmännchen mächtig ins Zeug: Die Vögel plustern ihr Gefieder auf, zeigen ihre Flügellänge und gurren laut. Allerdings kommt nicht immer der zum Zug, der den dramatischsten Tanz aufführt. Forscher der Universität von Maryland (USA) haben festgestellt, dass die Weibchen allzu enthusiastisches Balzen als Aggression auslegen: Sie ziehen sich zurück. Reagieren die Männchen darauf mit weniger Balzgehabe, tauen die Weibchen wieder auf. Das Rennen macht, wer am sensibelsten auf die weiblichen Wünsche reagiert (Nature, Bd. 415, S. 279).

Leben im Gestein.

200 Meter unter der Erde und fernab jeden Sonnenlichtes lebt eine Gemeinde von Mikroben in einer heißen Thermalquelle. Entdeckt wurde sie von US-Geologen bei einer Tiefenbohrung im Bundesstaat Idaho. Die Mikroben gehören zu einer uralten Bakteriengruppe, den Archaebakterien. Sie beziehen ihre Energie aus Wasserstoff, der dort im Gestein vorkommt, und produzieren Methan. Dieses Ökosystem im Innern der Erde sei vergleichbar mit Systemen auf dem Mars und dem Jupitermond Europa, schreiben die Forscher. Die Erkundung der Mikroben könne wichtige Hinweise auf Leben außerhalb der Erde liefern (Nature, Bd. 415, S. 312).