Gleich steigt Karl-Otto Maue zu, und die Leserschaft kann sich drauf freuen, denn der Mann mit der Mütze (siehe Abbildung) ist ein richtiger Autotester, gestählt in 200 NDR-Fernsehsendungen. Smart, Lupo, Mercedes, Bentley, Jaguar, jede Woche Mittwoch sitzt er für DAS mobil hinter einem anderen Steuer, gepriesen sei sein Kenntnisreichtum, und deshalb vorneweg ein herzlicher Dank an ihn, der gern bereit war, als Gasttester diesen Bericht auf Touren zu bringen.

Denn ich habe von Autos keine Ahnung. Ich fahre seit zwei Jahrzehnten Gebraucht-Passate, immer weiße, weil man die besser sieht, derzeit nur versehentlich einen dunkelblauen, drinnen wie üblich voll gekrümelt.

Sehnsuchtsvolle Sonntagnachmittage vor Autohäusern verbringe ich nie, eher schreibe ich an die Hamburger S-Bahn, ob man am Bahnhof Langenfelde nicht endlich mal eine Schiene auf die Treppe montieren könne, damit ich den Müttern die Räder nicht immer rauftragen müsse.

Nur zu gern, antwortet wenig später die S-Bahn in Person von Marlene Hüsing-Ahrend (ohne Abbildung), mein Anliegen sei dem Eisenbahn-Bundesamt bereits vorgetragen worden, die Genehmigung vom selbigen erteilt, der Einbau erfolge Ende September. Mitte Februar haben wir inzwischen, bloß noch immer keine Schiene - aber die PS-fixierte Leserschaft dieses Autotestberichtes gähnt, sie möchte jetzt endlich alles wissen über den ersten Kombi der britischen Firma Rover, der so schön aussieht in seinem Lindgrün metallic, der die Augen beruhigt und die Damen begeistert und der in seiner von sechs Zylindern propellierten Luxusversion für den Gegenwert von bummelig 7000 S-Bahn-Tageskarten zu haben ist, was 20 Jahren Fahrzeit entspricht, abe r natürlich nicht auf Ledersitzen.

Hier ist er also: der Rover 75 Tourer 2.5 V6 Celeste!

Man sagt nicht fünfundsiebzig, sagt Otto. Man sagt seventy-five. Auch in Deutschland. Das ist ganz wichtig. Denn dies sei kein normales Auto, sondern ein britisches Auto! Weshalb es nicht von normalen Menschen gekauft werde, sondern von solchen, die sich abheben wollten und dafür bereit seien, unterwegs auch mal liegen zu bleiben.

Otto spricht von der englischen Krankheit, also dass die Autos schon kurz nach der Fertigstellung wieder auseinander fallen. Ein Lächeln huscht über sein ohnehin freundliches Gesicht, als er vom Rover-Werk in Longbridge erzählt, eine der ältesten Produktionsstätten, die es überhaupt gibt, die hatten wenig Automatisierung, wenig Roboter und solche Dinge, keine modernen Produktionsabläufe, sondern sehr viel ...