Flash Afrique wirft Schlaglichter auf einen Erdteil, die so gut wie nichts mit der Vorstellung eines in Katastrophen versunkenen Kontinents zu tun haben. Sechs Fotografen aus den Staaten Ghana, Mali, Elfenbeinküste und Senegal zeigen Afrika, wie es sich selbst sieht. Ein paar flüchtige Momentaufnahmen erzählen vom prallen Leben in den Metropolen Abidjan und Dakar, vor allem jedoch dokumentiert die Ausstellung, die jetzt in Düsseldorf zu sehen ist, eine fantasievoll inszenierte Fotografie der Wünsche und Vorstellungen. Und die entsteht nicht auf der Straße, sondern im Studio, zwischen allerlei Requisiten und kunstvoll bemalten Kulissen. In diesem Ambiente können die Porträtierten, denen allgemein wenig daran liegt, zu zeigen, was man tatsächlich ist und hat, kundtun, wovon sie insgeheim träumen - vom Luxus der westlichen Welt: von einer Wohnung mit Fenster und Computer, einer Küche mit Kühlschrank, Flughäfen, von denen man überall hinreisen kann.

Mit der Fotografie ist es den Afrikanern gelungen, ihr Antlitz selbstbewusst zu enthüllen, erläutert der Ethnologe Peter Stepan die Ausstellung. Und den 120 Fotografien nach zu urteilen, sind die Selbstdarstellungen jedenfalls so vielfältig wie der Kontinent selbst. Mal tanzen junge Leute ausgelassen zu modernem Jazz, mal bringt eine Afrikanerin in bester Laune ihr gefliestes Bad auf Hochglanz, dann wieder posieren niedliche Kleine, herausgeputzt im Festtagsstaat (unser Bild), präsentiert sich ein junger Mann im blütenweißen Anzug - cool und elegant. Auch das ist Afrika.

Bis 7. 4. Düsseldorf, NRW-Forum Kultur und Wirtschaft, Ehrenhof 2. Di-So 11-20 Uhr, Fr 11-24 Uhr, Eintritt: 5,50 e. Auskunft: Tel. 0211/892 66 90, Internet: www.NRW-forum.de