Während die Flugpreise dank Billiganbietern wie Ryanair sinken, fordert jetzt ein hochmögendes Professorengremium unter dem Vorsitz des Hamburger Meteorologen Hartmut Graßl, Reisen per Flugzeug zu verteuern - aus Gründen des Umweltschutzes. Der Preis für einen einfachen Flug nach Mallorca könnte dann um knapp 10 Euro teurer werden, ein One-Way-Ticket von Frankfurt nach New York mit einem Airbus A300 würde mit zusätzlich rund 40 Euro zu Buche schlagen.

In dem diese Woche präsentierten Gutachten des von der Bundesregierung berufenen Wissenschaftlichen Beirats Globale Umweltveränderungen heißt es, Nutzungsentgelt für den Luftraum sei unter anderem deshalb "sinnvoll", weil mit den erwirtschafteten Einnahmen etwa der Bau höherer Deiche zum Schutz vor dem steigenden Meeresspiegel und der verstärkte Einsatz erneuerbarer Energien finanziert werden könnten. Der Flugverkehr trägt zum Klimawandel derzeit zwar nur rund 3,5 Prozent bei, weist aber von allen Emissionsquellen das stärkste Wachstum auf. Um "fraglos vorhandene Widerstände" gegen den Ökozuschlag zu vermeiden, empfiehlt der Beirat, "zunächst mit einem gemäßigten Entgeltsatz zu beginnen".