Die böse Industrie, die sich angeblich gegen innovative Produkte verschworen hat, kam an dieser Stelle schon zweimal vor: Bei der ewigen Glühbirne (ZEIT Nr. 33/99) und beim reißfesten Damenstrumpf (Nr. 16/01). Die Antwort zur Ultraschallwaschmaschine ist einfach: Es gibt sie. Seit dem vergangenen Herbst können zumindest japanische Verbraucher eine Sanyo-Waschmaschine kaufen, die man mit und ohne Waschmittel betreiben kann. Dabei wird Ultraschall als Schmutzlöser eingesetzt - ähnlich wie beim Optiker, der mit diesen unhörbaren Vibrationen Brillengestelle reinigt. Zusätzlich werden durch Elektrolyse aus dem Leitungswasser und den darin vorhandenen Chlor-Ionen aktiver Sauerstoff und unterchlorige Säure erzeugt, zur Beseitigung von organischen Verschmutzungen und zur Desinfizierung.

Den Ultraschallwaschgang empfiehlt der Hersteller vor allem für Wäsche, die nicht "richtig" verschmutzt ist - Pyjamas, Unterwäsche, Sportkleidung. Die Verkaufszahlen sind sehr gut, die Verbraucher zufrieden. An einen Verkauf außerhalb Japans denkt Sanyo aber noch nicht. Christoph Drösser

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