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Europäische Forscher entwickeln ein mobiles Bildtelefon - das Handy für Gehörlose

die zeit: Sie entwickeln am Lehrstuhl für Technische Informatik der Technischen Hochschule Aachen ein Mobiltelefon für Gehörlose. Was steckt dahinter?

Jörg Zieren: Gehörlose sind unterwegs bisher auf SMS und Fax angewiesen. Das EU-Projekt Wisdom - Wireless Information Service for Deaf People On the Move -, an dem neben uns noch neun weitere Partner arbeiten, entwickelt ein mobiles Bildtelefon, das die Übertragung von Gebärdensprache erlaubt.

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zeit: Was ist mit anderen mobilen Informationssystemen wie dem Internet?

Zieren: Das Internet erfordert bisher die Anwendung von Schriftsprache. Im Rahmen des Projekts wird ein Server entwickelt, der Informationen in Gebärdensprache bereitstellt. Alternativ zu einer Menüauswahl per Tastatur soll der Benutzer vor der Kamera eine Gebärde ausführen können (etwa "Sport") und in das gewünschte Menü gelangen. Das ist vergleichbar mit Spracherkennungssystemen, wie sie bereits beim Mobiltelefon verwendet werden.

Wir entwickeln zu diesem Zweck ein videobasiertes Gebärdenspracherkennungssystem.

zeit: Das sind Angebote für Gehörlose. Doch wie sollen sie mit Hörenden telefonieren?

Zieren: Über eine Dolmetscherzentrale. Sie verbindet die Gesprächspartner über das Wisdom-Terminal. Der Dolmetscher kommuniziert per Bildtelefon mit dem Gehörlosen in Gebärdensprache und per Lautsprache mit dem Hörenden.

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