Die Berliner Entwicklungshilfeministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul setzt auf eine neue "Strategische Partnerschaft" mit der Wirtschaft. Das Ziel ist die Nutzung erneuerbarer Energien - von der Sonne über Wind- und Wasserkraft oder Erdwärme bis zur Biomasse - in Ländern der Dritten Welt, wo Energiemangel das Wirtschaftswachstum hemmt. Kandidaten sind Staaten wie China, Indien, Ägypten oder Marokko. Die deutschen Unternehmen sollen an der Auswahl der Projekte beteiligt werden und sich mit Investitionen engagieren. Dabei werden sie dann von Entwicklungshilfeorganisationen bei der Vorbereitung von Finanzierungskonzepten, bei der Realisierung, aber auch durch finanzielle Hilfe und Risikoübernahme unterstützt.

Nicht nur die armen Länder sollen profitieren: Die Unternehmen können sich auf einem Feld, auf dem sie häufig besser sind als die ausländische Konkurrenz, neue Märkte erschließen, und das knappe Geld des Ministeriums wird durch private Mittel aufgestockt.