Ron Sommer sei Dank. Die Diskussion um die Deutsche Telekom hat ein Thema in die Schlagzeilen gebracht, das mit schamloser Bereicherung der Vorstände noch milde umschrieben ist: Es geht um die Vergütung mit Aktienoptionen.

Theoretisch werden damit Manager belohnt, die den Wert des Unternehmens steigern. Doch die Praxis zeigt: Optionsprogramme sind oft pannensichere Schattengehälter in Millionenhöhe, wenn die Aktienkurse wieder steigen.

Beispiel Telekom: Jedes Jahr erhält der Vorstand Optionen auf T-Aktien. Sie lassen die Kasse klingeln, wenn die Aktie binnen zehn Jahren um mickrige 20 Prozent steigt. Das ist keine Leistung, die entlohnt werden müsste - selbst ein Sparkonto bringt dem Anleger mehr. Noch schlimmer ist, dass die anhaltende Talfahrt der Aktie das Management belohnt: Die neuen Optionen haben als Basis die niedrigeren Kurse. Steigt die Aktie auf diesem niedrigen Niveau nur um einige Euro an, könnten die Telekom-Manager bereits reich werden. Fairer wäre es, die Entlohnung daran zu koppeln, dass die T-Aktie besser abschneidet als der Dax.

Ein Skandal ist auch die mangelnde Transparenz. Der wahre Wert der Optionsprogramme wird geheim gehalten - zu Recht, wie unlängst das Oberlandesgericht Stuttgart im Fall DaimlerChrysler entschied. Im Stillen kungelt der Aufsichtsrat - und damit auch die Gewerkschaften - mit dem Vorstand. Bei der Telekom ist sogar noch die Politik mit von der Partie.

Mit einer funktionierenden Kontrolle der Manager durch die Eigentümer, die Aktionäre, hat das nichts zu tun.