Moderator Thomas Hermanns, bekannt geworden mit dem "Quatsch Comedy Club" auf ProSieben, frönt im "popclub" seiner Begeisterung für die Welt der Charts und Hits und Oldies, möglichst aus den Seventies, und er schöpft dabei aus einer Ressource, die im deutschen Fernsehen selten ist: schwuler Charme vom Feinsten, gepaart mit Geistesgegenwart und Laune. Hermanns ruht vornehm, witzig, schön und selbstsicher in seiner Rolle als schräg-schriller Maître de Plaisir. Seine Art ist wie durch ein Wunder von der TV-üblichen Ranschmeiße verschont geblieben. Hingebungsvoll versöhnt Hermanns seine Zuschauer mit den Scheußlichkeiten und Peinlichkeiten der Popkultur und des Showbiz. Dessen flüchtiger Glamour hat es ihm so angetan, dass er die graziösesten Gesten findet, ihre Stars zu feiern, und man meint schließlich, unbedingt etwas versäumt zu haben, weil man nie für Cher geschwärmt hat. Na, für welche Rockband steht "Schmied in der Luft", haben Sie's geraten? Nein? Oh, oh. Aerosmith natürlich. Zehn Punkte Abzug.

Der "popclub" läuft jeden Samstag auf ProSieben um 18.25 Uhr