Nanotechniker stellen Objekte in der Größe von Proteinen oder Atomen her. Ihre Entwicklungen sind so klein, dass eine Million davon ein i-Tüpfelchen bilden. Um sich die Vorsilbe Nano... wirklich zu verdienen, dürfen die Objekte gerade einmal bis zu 100 Nanometer groß sein. Ein Nanometer (nm) ist ein milliardstel Meter.

Nanotechniker machen sich vor allem eine Eigenschaft der zunutze: Je kleiner ein Objekt wird, desto größer ist seine Oberfläche im Verhältnis zum Volumen. Dadurch verändert sich sein Verhalten zur Umwelt. Gold beispielsweise ist rot, wenn man es in seine kleinsten Bestandteile aufspaltet - ein Effekt der schon den Alchemisten im Mittelalter bekannt war. Das erste Nanoprodukt war vor über 400 Jahren das rote Glas in Kirchenfenstern. Doch erst heute sind die Forscher in der Lage, die neuen Stoffeigenschaften gezielt zu designen und zu kontrollieren. So beschichten sie inzwischen Keramik, bis sie elektrisch leitfähig ist; stellen Glas her, das sich unter größter Hitze nicht erwärmt, und entwickeln Stoffe, die leicht wie Plastik sind und dabei hart wie Stahl.