257 Personen mussten sich daraufhin zum Teil gemeinschaftlich vor einem Richter im Bezirk des Landgerichtes Rostock verantworten. Die überwiegende Mehrheit der 215 Verfahren wurde wieder eingestellt. In 160 Fällen sei die Tat nicht nachweisbar gewesen, bei 13 Personen habe das Gericht die Schuld für zu gering befunden, und bei weiteren neun sei es zu einer Ermahnung durch Richter oder Staatsanwalt gekommen, so eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Rostock. Ein mutmaßlicher Täter war im vergangenen November - zu Beginn des derzeit laufenden Prozesses in Schwerin - zur Fahndung ausgeschrieben. Wo der Flüchtige sich jetzt aufhält oder ob die Fahndung noch läuft, ist der Staatsanwaltschaft nicht bekannt.

Bei insgesamt 44 Urteilen im Bezirk des Landgerichts Rostock wurden elf junge Leute zu Jugendhaftstrafen zwischen sieben Monaten und drei Jahren verurteilt. Vier von ihnen mussten für einen Zeitraum zwischen zwei und drei Jahren tatsächlich ins Gefängnis, die sieben übrigen Strafen wurden zur Bewährung ausgesetzt.